20.03.2017 - 12:00 Uhr | Quelle: fH | Autor: DSu

Wedel mit Last-Minute-Sieg - Eggers erst Elfer-Frust dann Matchwinner

- In der Oberliga-Partie zwischen dem Wedeler TSV und dem FC Süderelbe fing die Partie wie erwartet an. Die Hausherren vom TSV dominierten von Beginn an und erwischten einen perfekten Start. FCS-Keeper Dennis Lohmann lässt in der 2. Minute eine anfangs harmlos wirkende Hereingabe durch die Hände rutschen, sodass Wedel Kapitän Mark Hinze zum frühen 1:0 für die Hausherren abstauben konnte. Die Partie wurde nun immer zerfahrener und Süderelbe kam gegen Ende der ersten Halbzeit immer besser ins Spiel. Süderelbe Kapitän Samuel Louca konnte aus den schlechten Platzverhältnissen fast Profit schlagen, denn als Jorma Eggers unglücklich in der Defensivbewegung ausrutschte war Louca allein auf dem Weg zum Wedeler Tor. Per Flachschuss überwand er Wedel-Schluss man Stefan Steen, doch in aller letzter Sekunde konnte Linksverteidiger Sonay Hayran das Spielgerät von der Linie kratzen. Mit einem 1:0 ging es dann in die Kabine. In Durchgang zwei knüpften die Mannen von Markus Walek da an, wo sie in Durchgang zwei aufgehört haben. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fällt, so die einstimmige Meinung unter den Zuschauern. Da spielte die gelb-rote Karte für Eric Agyemang den Jungs vom Kiesbarg natürlich in die Karten. Agyemang der im ersten Durchgang bereits wegen Meckerns die gelbe Karte sah, rutschte nach einem Laufduell mit Martin Sobczyk, im gegnerischen Strafraum unglücklich aus und holte den Süderelbe-Verteidiger von den Beinen. Schiedsrichter Teuscher zog trotz allen Unschuldsbekundungen die Ampelkarte. Nun dominierte Süderelbe komplett und kam durch gute Chancen durch Samuel Louca und Mehdi Jaoudat dem Tor immer näher. Nach einer Ecke von Samuel Louca war es dann Klaas Kohpeiß, der den Ball im Fallen ins Tor beförderte (81‘). Nun hatten sich eigentlich alle mit einem Unentschieden abgefunden, doch dann wurde es noch einmal richtig wild. Die letzten vier Minuten der Partie wurden zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle für Wedel und vor allem für Jan Eggers. Erst ließ Francis Gyimah den eingewechselten Furkan Pinarlik im Strafraum auflaufen – Teuscher zeigte auf den Punkt. Der etatmäßige Elfmeterschütze Eggers blieb cool und verwandelte den Ball zum vermeintlichen 2:1. Doch dann wieder ein Pfiff, Wedels Pinarlik startete neben einigen anderen Spielern zu früh in den Strafraum. Wiederholung! Dieses Mal war Eggers dann aber nicht so kaltschnäuzig und scheiterte an Lohmann. Der Frust war Eggers anzusehen und auch zu hören, als er seine Wut über die zu früh in den Strafraum gestarteten Teamkollegen heraus schrie. Doch Eggers sollte noch einmal in den Mittelpunkt rücken: Marlo Steinecke schlug mit dem letzten Akt der Verzweiflung einen Ball aus dem Halbfeld in den Sechzehner Süderelbes, wo der eingewechselte Christian Najjar der Ball vor die Füße fiel. Ablage in die Rückraum, wo Eggers das Leder direkt nahm und flach zum vielumjubelten 2:1 in die Maschen drosch. Teuscher pfiff die Partie gar nicht erst wieder an.

Aufsteiger Wedel hat damit nun 14 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Süderelbe dagegen ging einmal mehr, nach zuletzt starken Leistungen, wie auch gegen Altona mit einer knappen Niederlage vom Platz. Der Vorsprung auf die Ränge unter dem Strich beträgt sechs Punkte.