05.09.2017 - 12:45 Uhr | Quelle: fH | Seite: 1

Last-Minute-Kourkis rettet Sasel

- Am Sonntag trafen der TSV Sasel und der FC Türkiye aufeinander. Die Ausgangslage war recht klar: 9. Platz gegen 13. Platz, beide zuletzt mit Niederlagen – es war also ein Duell auf Augenhöhe zu erwarten. Doch in beiden Halbzeiten gab es ein anderes Bild. Während Türkiye in der 1. Halbzeit das Heft in der Hand hatte und Sasel sehr schwach aussah, dominierte der Gastgeber im zweiten Durchgang und drängte immer mehr auf den Ausgleich. Die Belohnung: Der eingewechselte Lukas Kourkis, der in der Vorbereitung treffsicherster Sasel-Schütze war, traf in der 94. Spielminute per Seitfallzieher zum hochumjubelten 1:1.

Youngster Lukas Kourkis wurde erst in der 79. Minute eingewechselt, um noch mehr Druck auf Türkiye auszuüben. Mit Erfolg! Nach einem Einwurf brachte Kapitän Adomat den Ball per Bogenlampe in den Sechzehnmeterraum. Dort schaltete Enrik Nrecaj einen Tick schneller als sein Gegenspieler D. Barlak, sodass er den hohen Ball per Kopf weiterleiten konnte. Lukas Kourkis – der wohl kleinste Spieler im Sechzehner – nutzte die Kopfball-Ablage artistisch und traf in der Nachspielzeit zum 1:1-Ausgleich. Direkt danach wurde die Partie von Schiri Rosin beendet. Diskussionen gab es trotzdem, vor allem auf Seiten des FC Türkiye. Keiner konnte verstehen, warum Schiri Rosin den Schlusspfiff nicht schon nach einem misslungenen Freistoß ertönen ließ, sondern stattdessen den Saselern noch den Einwurf gewährte. Aus dem genannten Einwurf fiel letztendlich der Gegentreffer. Doch mit dem Aufwand, den Sasel in der 2. Halbzeit betrieben hat, ging das Unentschieden durchaus in Ordnung.

Am Anfang des Spiels konnte der TSV Sasel nicht so wirklich zu seinem Spiel finden. Das lag allerdings auch daran, dass der FC Türkiye nichts zuließ und die TSV-Angriffe sofort unterbindete. In der 15. Minute gingen die Gäste aus Wilhelmsburg in Führung. Sascha de la Cuesta spielte einen Ball halblinks nach außen zu Serhat Yapici, der nicht lang fackelte und einen wuchtigen Schuss in Richtung „Knick“ abfeuerte. Der Ball schlug oben rechts im Gehäuse von Maximilian Richter ein, der hierbei ohne Chance war. Über die gleiche Co-Produktion kam die Kreutzer-Elf nach einer guten halben Stunde zur nächsten Großchance. „Dela“ legte einen Freistoß in den Rückraum ab, wo Yapici abzog. Den Abschluss klärte Adomat in höchster Not. Kurz vor der Halbzeit hatte der starke Yapici die nächste Möglichkeit, nachdem Shtarbev sich auf rechts durchsetzte und den Ball butterweich in die Mitte flankte. Den Kopfball von Yapici entschärfte Richter jedoch sehenswert.
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