07.07.2017 - 08:53 Uhr | Quelle: Transfermarkt.de/fH | Autor: TDe | Seite: 1

Ex- St. Pauli-Sportchef Meggle: „So viele Eindrücke wie möglich mitnehmen“

- Im vergangenen Jahr wurde Thomas Meggle als Sportdirektor beim Zweitligisten FC St. Pauli freigestellt. Im Transfermarkt-Interview erklärt der 42-Jährige, wie er sich in den vergangenen Monaten bei internationalen Vereinen weitergebildet hat, spricht unter anderem über seine Zukunftspläne und notwendige Weitsicht auf dem Transfermarkt und schätzt die Chancen des FCSP in der kommenden Zweitliga-Saison ein.

fußballHamburg: Herr Meggle, im vergangenen November wurden Sie beim FC St. Pauli von Ihrem Posten als Sportlicher Leiter freigestellt – wie haben Sie die Zeit seither verbracht? Was machen Sie aktuell?
Thomas Meggle: Ich wurde am 1.November 2016 freigestellt und habe mich dann in diesem Jahr am 1. April mit dem FC St. Pauli auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Unmittelbar nach der Freistellung habe ich es zunächst ruhig angehen lassen, bin viel mit meinem Hund spazieren gegangen und habe viel Zeit an der frischen Luft verbracht. (lacht) Es war ja meine erste Freistellung und ich habe die Anfangszeit bewusst dazu genutzt, um mal runterzukommen und in Ruhe zu reflektieren und zu verarbeiten – das hat mir sehr gut getan. Im Frühjahr habe ich dann wieder begonnen, mich intensiv mit Fußball zu beschäftigen

Sie kündigten damals an, durch Europa zu touren und Erfahrungen bei anderen Vereinen sammeln zu wollen. Wo waren Sie genau unterwegs und was haben Sie mitgenommen?
Meggle: Das ist richtig. Ich war bei einigen Vereinen in Dänemark, habe mir die Strukturen im dänischen Fußball genauer angeschaut und mir beispielsweise einen Einblick in die tägliche Trainingsarbeit von Andreas Zorniger bei Bröndby oder Stale Solbakken beim FC Kopenhagen verschafft. Das war sehr interessant! Auch in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz war ich viel unterwegs, habe dort Klubs besucht und mir viele Spiele angesehen. Für den Herbst sind weitere Reisen beispielsweise in die USA und nach China angedacht, um mich weiterzubilden und meinen Horizont zu erweitern. So etwas ist natürlich nur begrenzt möglich, wenn Du im Tagesgeschäft bei einem Verein eingebunden bist. Von daher nutze ich diese Zeit gerade, um so viele Eindrücke wie möglich mitzunehmen.

Sie sind sehr vielseitig aufgestellt, arbeiteten in der Vergangenheit unter anderem im Nachwuchsbereich, als Cheftrainer oder agierten wie zuletzt als Sportlicher Leiter – gibt es in Sachen Position und Funktion konkrete Vorstellungen, wie ihre Zukunft im Fußball-Geschäft aussehen soll? Und laufen Ihre Planungen dahingehend auf einen bestimmten Zeitpunkt hinaus?
Meggle: Nein, das ist aktuell keine Frage des Zeitpunkts. Ich kann mir sicherlich kurz-, mittel- oder langfristig einen Einstieg vorstellen. Für mich ist es wesentlich entscheidender, dass ich in einem neuen Job eine gute Aufgabe und Herausforderung sehe. Es hat mich immer gereizt, Dinge und Projekte anzupacken – unabhängig von der konkreten Funktion steht daher für mich im Vordergrund, in welchem Umfeld und in welcher Konstellation ich Dinge und Aufgaben angehen und umsetzen kann.

Sie sind gebürtiger Münchner, haben den Großteil Ihrer Zeit im Profi-Fußball im Norden verbracht – sind Sie in Sachen Zukunft regional gebunden? Gibt es beispielsweise Präferenzen?
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